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Interessantes vom Wassertag in Mäder

Auch in Vorarlberg organisierte das Amt der Landesregierung einen „Infotag Trinkwasser“, der wie gewohnt in der Gemeinde Mäder bei vollem Haus abgehalten wurde.

Gleich nach der Begrüßung durch Landesrat Erich Schwärzler wurde Bilanz gezogen und Wolfram Hanefeld als Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft referierte über die Entwicklung der Wasserversorgung in Vorarlberg im Zeitraum zwischen 2010 bis 2014.


Interessant in diesem Zusammenhang ist der Umstand, dass die Landesstrategie vorsieht, bis zum Jahr 2021 insgesamt 155 Mio. Euro in den Leitungsausbau und in die Leitungssanierung zu investieren. Vor diesem Hintergrund beläuft sich die Umsetzungsrate der landesweiten Projekte inzwischen auf 42% des Infrastrukturpaketes. Für uns als ALPE ist besonders eine Aussage von Wolfram Hanefeld hervorzuheben, dass die Gemeinden nicht nur auf die Kosten, sondern vielmehr auf die Qualität sowie auf die Langlebigkeit der eingebauten Rohre und Komponenten achten sollen. Ein Grundsatz der im Hause ALPE schon immer hoch im Kurs stand und steht. Versorgungsbetriebe übersehen sehr schnell, dass bei einer Sanierungsquote von 1,3% pro Jahr ein Rohr mindestens 78 Jahre im Boden bleiben muss. Das ALPE System „Fuchsrohr“ ist durch den gebotenen Vollschutz auf solche Zeiträume und mehr ausgelegt.


Einen besonders fesselnden Beitrag brachte Martin Kathan, Wassermeister der Gemeinde Weiler, zum Thema „Beeinflussung des Trinkwassers durch kontaminiertes Erdreich“. Aufgrund eines noch nicht geklärten Umstandes gelangte eine größere Menge Benzin oder Diesel in das Erdreich. Wie allgemein bekannt, sind Kunststoffleitungen (ohne eine metallische Trennschicht) nicht diffusionsdicht und genannte Flüssigkeiten konnten durch den Kunststoff ins Trinkwasser gelangen.

Die Folge war eine massive Verkeimung und das Wasser war nicht mehr genießbar. Erst nach längerer Suche wurde im Bereich der Anschlussleitung eine Eintrittsstelle lokalisiert und für den betroffenen Haushalt musste schließlich eine Notversorgung eingerichtet werden. Die Gemeinde war gezwungen, 17 Tonnen Erdreich zu entsorgen und die betroffene Wasserleitung zu ersetzen. Die Gesamtkosten beliefen sich für die Sanierung auf Euro 17.000,00. Insgesamt hat es vom Feststellen der Verkeimung bis zum Abschluss der Arbeiten einen ganzen Monat gedauert.


Der kulinarische Ausklang wurde mit Fachgesprächen ergänzt.